Ein elektrischer Rasierapparat ist praktisch, aber längst nicht so gründlich wie die jahrhundertealte Technik der Nassrasur. Nassrasur bedeutet wörtlich, dass du dein Gesicht „nass“ rasierst, also mit Wasser. Dafür braucht es aber auch etwas mehr Wissen. Wissen, das wir dir heute gerne mitgeben möchten. Zeit für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, einen Schnellkurs „wie man sich rasiert“, eine große Bereicherung für deine Rasierroutine und vielleicht sogar für dein Leben. Okay, das geht vielleicht etwas zu weit, aber wir sind absolute „Nassrasur“-Fanatiker! Genieße deine Schritt-für-Schritt-Anleitung und am Ende deine Rasur.
Warum Nassrasur?
Wir fassen es kurz für dich zusammen. Es gibt unzählige Gründe, dein elektrisches Gerät einfach mal in der Schublade liegen zu lassen. Lies unten die wichtigsten Gründe.
- Verringert Beschwerden wie eingewachsene Haare und Rasurbrand
- Ist auf lange Sicht deutlich günstiger
- Haare werden kürzer abgeschnitten, sodass du dich weniger oft rasieren musst
- Ein glatteres Rasurergebnis als mit einem elektrischen Gerät
Ein Grund, warum viele Männer trotzdem bei ihrem Rasierapparat bleiben, ist, dass es einfacher ist (oder scheint) als die Nassrasur. Aber glaub uns, sobald du die Schritte kennst, ist es ein Kinderspiel.
Schritt 1: Reinige dein Gesicht
Eine saubere und entspannte Haut ist entscheidend für ein gutes Ergebnis deiner Rasur. Geh deshalb zum Beispiel erst mal duschen und lass den Dampf der Dusche seine Arbeit tun. Deine Poren öffnen sich und deine Haut wird schön geschmeidig. Reinige dein Gesicht mit einer guten Cleanser, dann werden alle abgestorbenen Hautzellen entfernt. So verringerst du die Wahrscheinlichkeit von eingewachsenen Haaren.
Hast du keine Zeit zu duschen? Kein Problem. Nimm einen Waschlappen oder ein Handtuch mit warmem Wasser und lege es etwa 2 bis 3 Minuten auf dein Gesicht. Die Wärme wirkt, genau wie der Dampf der Dusche.
Schritt 2: Mache deinen Bart oder Schnurrbart nass
Wenn du deinen Bart oder Schnurrbart nass machst, lassen sich diese leichter rasieren. Also wasche auch diese behaarten Freunde unter der Dusche mit. Noch besser ist es, sie mit einem guten Bartshampoo oder Bartconditioner zu waschen. Dadurch werden die Haare weicher und lassen sich leichter rasieren. Die Klinge spürt weniger Widerstand, wodurch du präziser rasieren kannst.
Schritt 3: Verwende ein Rasierprodukt
Zeit für ein gutes Rasierprodukt. Die Wahl liegt hier etwas bei dir und deinen Vorlieben. Es gibt nämlich einige Unterschiede zwischen Rasierseife, Creme, Öl, Gel und Schaum. Es lohnt sich, das Produkt zu suchen, das am besten zu dir passt.
Rasierseife
Eine gute Rasierseife ist immer eine gute Wahl. Schäume sie in einer Rasierschale mit einem Rasierpinsel auf, bis ein reicher Schaum entsteht. Trage den Schaum mit kreisenden Bewegungen des Rasierpinsels auf deinen Bart oder Schnurrbart auf. Lass ihn kurz einwirken, damit die Barthaare noch geschmeidiger und weicher werden. Eine Rasierseife besteht oft aus feinen, natürlichen Zutaten, die deine Haut nähren und beruhigen.
Rasiercreme
Eine Rasiercreme trägst du auf die gleiche Weise auf wie eine Rasierseife, sie schäumt aber etwas leichter auf und lässt sich einfacher abwaschen. Die Anwendung ist also etwas vereinfacht. Eine Rasiercreme enthält oft andere Zutaten als eine Rasierseife und etwas weniger natürliche Formeln. Achte deshalb vor allem auf deine eigenen Vorlieben.
Rasierschaum
Wer es besonders praktisch mag, greift zu Rasierschaum. Direkt aus der Sprühdose auf die Haut und los geht's! Natürlich enthält Rasierschaum nicht die pflegenden Inhaltsstoffe, die eine Rasierseife bietet, aber er ist wirklich praktisch für eine schnelle Rasur.
Es ist außerdem sinnvoll, vor der Rasur ein Pre-Shave zu verwenden. Ein Pre-Shave legt eine Art Schutzschicht auf deine Haut, die sie schützt und die Barthaare noch weicher macht.
Schritt 4: Verwende einen guten Nassrasierer
Vielleicht der wichtigste Schritt, wenn du dich fragst, wie man sich rasiert. Ein guter Nassrasierer ist die Grundlage! Egal wie gut du alle anderen Schritte befolgst, ein stumpfer Nassrasierer kann alles ruinieren. Ein stumpfer Nassrasierer ist nämlich der größte Übeltäter hinter eingewachsenen Haaren, Razor Bumps, Rasurbrand und Irritationen. Das willst du also alles nicht. Du weißt, dass dein Nassrasierer stumpf ist, wenn er nicht mehr geschmeidig über deine Haut gleitet.
Welchen Nassrasierer sollte ich am besten verwenden?
Du musst herausfinden, welcher Nassrasierer am besten zu dir passt. Du hast die Wahl zwischen dem Rasierhobel, der Shavette und dem Systemrasierer. Sie alle haben Vor- und Nachteile, daher musst du herausfinden, welcher zu dir passt.
Vorteile eines Rasierhobels:
- Extrem glattes Rasurergebnis
- Verhindert Beschwerden wie eingewachsene Haare und Hautirritationen
- Deutlich komfortablere Rasur als mit einem Systemrasierer
- Geeignet für Männer mit empfindlicher Haut
- Auf lange Sicht deutlich günstiger als ein Systemrasierer
- Besser für die Umwelt
Vorteile einer Shavette:
- Mega glattes Rasurergebnis
- Klingen sind einfach zu wechseln
- Auf lange Sicht günstiger als ein Systemrasierer
- Verhindert Beschwerden wie eingewachsene Haare und Hautirritationen
- Sieht einfach richtig gut aus
Vorteile eines Systemrasierers:
- Komfortabler Griff durch die Gummierung
- Rasieren ist super einfach
- Wenig Wartung nötig
- Du wirst kaum Schnittverletzungen bekommen
Schritt 5: Beginne mit der Rasur
Jetzt, wo du alle Vorbereitungen getroffen und die richtigen Rasierprodukte bzw. den richtigen Nassrasierer besorgt hast, ist es Zeit für die eigentliche Arbeit. Zeit zum Rasieren! An diesem Punkt fragst du dich vielleicht: „Wie rasiere ich mich richtig mit einer Rasierklinge?“ Damit du das richtig machst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt.
Tipps & Tricks
- Rasiere mit der Haarwuchsrichtung. Mit einer scharfen Klinge schneidest du die Haare trotzdem sehr kurz ab. Wenn du gegen die Haarwuchsrichtung rasierst, erhöhst du das Risiko für Hautirritationen und eingewachsene Haare enorm. Also nicht tun! Und mit einer scharfen Klinge ist es auch gar nicht nötig.
- Spanne deine Haut während der Rasur straff. So können die Haare noch kürzer abgeschnitten werden. Spanne die Haut mit deiner freien Hand und lass die Klinge geschmeidig über deine Haut gleiten.
- Drücke nicht zu fest! Das ist bei einer scharfen Klinge überhaupt nicht nötig. Je stärker du drückst, desto mehr irritierst du deine Haut. Lass die Klinge einfach ihre Arbeit tun.
- Reinige deine Klinge während der Rasur mit Wasser. So entfernst du die abgeschnittenen Haare von der Klinge und arbeitest bei jedem Zug wieder mit einer sauberen Klinge.
Schritt 6: Schließe deine Poren
Wenn du mit der Rasur fertig bist, solltest du dein Gesicht erneut abspülen. So spülst du die Haare und das Rasierprodukt von deiner Haut ab. Spüle dein Gesicht mit kaltem Wasser ab oder benutze einen Waschlappen mit kaltem Wasser, um deine Poren wieder zu schließen. So werden Rasurirritationen vorgebeugt.
Schritt 7: Pflege deine Haut
Wenn du deine Haut mit kaltem Wasser abgekühlt hast, kannst du deine Rasierroutine mit einem guten Aftershave oder Aftershave-Balsam abschließen. Das sorgt für eine zusätzliche Kühlung deiner Haut und gibt dir nach der Rasur einen Frischekick. Ein Aftershave wirkt außerdem desinfizierend und beugt so Irritationen vor.
So, jetzt hast du deine komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung und kannst mit der komfortabelsten Rasur deines Lebens beginnen! So gehen auch die meisten Barbiere vor, du gibst dir also im Prinzip eine professionelle Rasur, ohne jedes Mal viel Geld dafür auszugeben. Falls du dennoch Fragen hast, zum Beispiel zu Produkten, dann weißt du, dass du uns jederzeit kontaktieren kannst. Dafür sind Freunde da. Du weißt, wo du uns findest!
Be your own barber!
Deine Freunde, The Alpha Men