Was ist Psoriasis genau?
Psoriasis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, bei der dein Immunsystem die Haut zu einer viel zu schnellen Zellteilung anregt. Normalerweise erneuert sich deine Haut in etwa vier Wochen. Bei Psoriasis geschieht das innerhalb weniger Tage. Die neuen Zellen stapeln sich auf und bilden rote, verdickte Stellen mit silbrig-weißen Schuppen.
Psoriasis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Sie verläuft oft in Schüben: Phasen, in denen du kaum Beschwerden hast, wechseln sich mit Schüben ab. In Westeuropa sind etwa 2 % der Erwachsenen von Psoriasis betroffen.
Es gibt verschiedene Formen:
- Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris): die bekannteste Form, mit scharf begrenzten roten Stellen und Schuppen. Etwa 90 % der Menschen mit Psoriasis haben diese Form.
- Psoriasis guttata: viele kleine, tropfenförmige Flecken, vor allem bei jüngeren Menschen und oft nach einer Halsentzündung.
- Psoriasis inversa: glatte, leuchtend rote Stellen ohne Schuppen in Hautfalten, etwa in der Leiste, den Achseln und rund um den Genitalbereich.
- Psoriasis pustulosa: Bläschen mit Eiter, manchmal nur an Handflächen und Fußsohlen.
- Nagelpsoriasis: Grübchen, Verfärbungen oder sich lösende Nägel.
Was ist die Ursache von Psoriasis?
Die genaue Ursache von Psoriasis ist noch nicht bekannt. Ärzte wissen aber, dass es sich um eine Kombination aus Veranlagung und Umweltfaktoren handelt. Du erbst die Empfänglichkeit, und ein äußerer Auslöser bringt den Prozess in Gang.
Vererbung spielt eine große Rolle. Psoriasis tritt oft in Familien auf. Hat ein Elternteil Psoriasis, ist dein Risiko höher. Haben beide Elternteile sie, steigt das Risiko auf etwa 50 %.
Bei Menschen mit Veranlagung können diese Faktoren Psoriasis auslösen oder verschlimmern:
- Hautverletzungen: Kratzer, Schürfwunden, Tätowierungen oder Rasurverletzungen. Auf verletzter Haut können neue Stellen entstehen.
- Infektionen: vor allem eine Halsentzündung durch Streptokokken.
- Stress: keine Ursache an sich, aber ein bekannter Auslöser für Schübe.
- Rauchen und viel Alkohol: beides erhöht das Risiko für Psoriasis und verschlimmert sie oft.
- Übergewicht: Psoriasis hängt mit Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen.
- Trockene Luft und wenig Sonne: viele Männer bemerken, dass es im Winter schlechter wird.
- Bestimmte Medikamente: wie manche Blutdrucksenker und Lithium. Setze Medikamente nie eigenmächtig ab, sondern sprich mit deinem Arzt.
Was Psoriasis nicht ist: eine Infektion, eine Allergie oder die Folge mangelnder Hygiene. Du kannst sie dir nicht durch Berührung holen, und du kannst sie auch niemand anderem geben.
3 Schritte, um Psoriasis selbst zu behandeln und zu pflegen
Psoriasis selbst behandeln bedeutet: deine Haut so ruhig wie möglich halten, zusätzlich zur Behandlung deines Arztes, falls diese im Spiel ist.
Pflegeprodukte heilen Psoriasis nicht, aber eine gute Routine reduziert Trockenheit, Juckreiz und Schuppen. Außerdem hilft sie, dass deine verschriebene Salbe besser wirkt.
Schritt 1: Nicht zu heiß duschen
Heißes Wasser und aggressive Seife trocknen deine Haut aus, vermeide das. Dusche kurz und lauwarm und wähle ein mildes, parfümfreies Duschgel oder eine natürliche Seife.
Tupfe deine Haut danach trocken, statt zu reiben. Verwende für dein Gesicht zugleich einen milden Cleanser, ohne Alkohol oder schädliche Zusätze.
Schritt 2: Täglich Feuchtigkeit spenden
Das ist der wichtigste Schritt. Fette deine Haut innerhalb weniger Minuten nach dem Duschen ein, solange sie noch leicht feucht ist. Eine reichhaltige Bodylotion oder Bodybutter hält die Feuchtigkeit und macht Schuppen weicher. Für raue Fußsohlen und Fersen wirkt eine Fußcreme gut. Wähle bevorzugt Produkte ohne Parfum.
Schritt 3: Verletzungen vermeiden
Jeder Kratzer oder Schnitt kann eine neue Stelle verursachen. Kratze deshalb nicht, auch wenn es juckt. Löse keine Schuppen ab und verwende keine Peelings auf den Stellen. Trage atmungsaktive Kleidung und sei vorsichtig beim Rasieren (dazu weiter unten mehr).
Lebensstil: kleine Anpassungen, große Wirkung
- Hör mit dem Rauchen auf und trinke in Maßen. Beides verschlimmert Psoriasis nachweislich.
- Geh Stress an: Sport, guter Schlaf und Entspannung helfen, Schübe zu vermeiden. Dusche nach dem Sport aber direkt und creme deine Haut erneut ein.
- Achte auf dein Gewicht: Abnehmen bei Übergewicht kann Psoriasis verringern.
- Genieße etwas Sonne: viele Männer bemerken, dass sich ihre Haut im Sommer verbessert. Vermeide Sonnenbrand, denn eine verbrannte Haut kann gerade neue Stellen verursachen. Verwende eine Sonnencreme und lass das Solarium weg.
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Parfum am richtigen Ort: sprühe dein Eau de Parfum lieber auf deine Kleidung oder auf gesunde Haut, nicht auf Psoriasisstellen. Alkohol und Duftstoffe können dort brennen und reizen.
Psoriasis auf der Kopfhaut behandeln: so gehst du vor
Psoriasis auf der Kopfhaut zu behandeln ist schwieriger als anderswo, weil dein Haar im Weg ist. Die Schuppen halten die Salbe zurück, sodass sie die Haut nicht erreicht. Mit diesem Ansatz holst du mehr aus deiner Behandlung heraus:
- Weiche die Schuppen zuerst auf. Dein Arzt kann ein Mittel mit Salicylsäure verschreiben, das du ein paar Stunden oder über Nacht einwirken lässt. Danach wäschst du es aus und kannst die losen Schuppen vorsichtig mit einem feinen Kamm auskämmen. Niemals kratzen oder ziehen.
- Verwende ein mildes Shampoo. Wasche dein Haar mit einem sanften, parfümfreien Shampoo, etwa einem natürlichen Shampoo. Ein Anti-Schuppen-Shampoo hilft manchen Männern bei leichter Schuppung, ersetzt aber keine verschriebene Behandlung. Spüle lauwarm aus und föhne nicht zu heiß.
- Trage die verschriebene Lotion oder das Gel auf die Kopfhaut auf, nicht auf dein Haar. Teile dein Haar in Strähnen, damit du die Stellen gut erreichst.
- Halte es ruhig mit Styling. Vermeide Produkte mit viel Alkohol und Parfum direkt auf der Kopfhaut.
Kurzes Haar hilft
Eine kürzere Frisur macht das Eincremen deutlich einfacher und sorgt dafür, dass die Haut atmen kann. Lass deinen Friseur wissen, dass du Psoriasis hast. Ein guter Friseur arbeitet dann vorsichtiger rund um die Stellen und verwendet keinen Nassrasierer in deinem Nacken.
Trimmen statt Rasieren
Die Rasur mit einer Klinge verletzt die oberste Hautschicht und kann an diesen Stellen einen neuen Schub auslösen. Ein Trimmer schneidet die Haare kurz, ohne die Haut zu verletzen. Damit ist Trimmen für Männer mit Psoriasis die sicherere Wahl:
- Bart und Kieferlinie: Psoriasis kann auch im Gesicht und im Bart auftreten. Mit dem The Alpha Men Barttrimmer hältst du deinen Bart oder deine Stoppeln ordentlich kurz, ohne Rasurverletzungen. Verwende einen Aufsteckkamm und gehe nicht zu nah an eine gereizte Stelle heran.
- Körper und Intimbereich: gerade bei genitaler Psoriasis ist ein Nassrasierer keine gute Idee. Der The Alpha Men Bodytrimmer ist für empfindliche Zonen gemacht und trimmt, ohne die Haut zu berühren. So bleibst du gepflegt, ohne Scheuern und ohne eingewachsene Haare.
- Nase und Ohren: zupfe Nasenhaare niemals aus, denn das verursacht kleine Wunden. Der The Alpha Men Nasenhaartrimmer hat einen abgerundeten Kopf und schneidet die Haare sicher ab.
Reinige deinen Trimmer nach jeder Anwendung und benutze ihn nur selbst. So vermeidest du Reizungen und Infektionen auf empfindlicher Haut.